tech days 09 – ein Tag in Bern

Um trotz Tagesgeschäft über aktuelle und zukünftige Trends und Entwicklungen informiert zu sein eignen sich einschlägige Veranstaltungen wie die tech days 09 perfekt. Und wenn diese in äusserst angenehmer Umgebung wie dieses Jahr im Kursaal Bern stattfinden, so ist der Besuch eine schnell entschlossene Angelegenheit. Eine kurze Zusammenfassung des ersten Tages.

Session 1: Expression Blend in der Praxis
Wir sind zu spät! Da Nicole, unsere vorzügliche Anwendungs-Entwicklerin im dritten Lehrjahr, unbedingt noch ein wenig Trämli fahren wollte, haben wir die ersten paar Minuten dieser wertvollen Session verpasst. Dafür wissen wir jetzt, dass der Sandrain vom Bahnhof Bern aus gesehen genau in der entgegengesetzten Richtung des Kursaals liegt. Thema Arbeitsabläufe bei Rich-GUI-Entwicklung mit Blend: Ich sehe die User Interface Sketches. Da ich die vorgängigen Bleistift-Skizzen die bei unseren Software-Entwicklern oft vermisse nehme ich mir vor, diese Thematik bei einer der nächsten Team-Sitzung auf den Tisch zu bringen. Eine nette Website zur Thematik, welche ich noch nicht kannte: www.guuui.com. Sehr gut, das Kommen hat sich bereits gelohnt!

Session 2: Keynote Developer
Einigermassen unterhaltsamer Einstieg in die Techdays in der sehr schönen Kursaal-Arena – mit Prämierung einiger gelungener Ajax, .NET und Silverlight Anwendungen. Da muss sich Flash, Flex und Co in Zukunft aber warm anziehen! Nebenbei, da bewahrheitete sich einmal mehr: der typische Software-Entwickler eignet sich eher schlecht für den Auftritt vor Publikum; da fallen ihm beinahe die Arme ab vor Verlegenheit!

Mittagspause. Nicole entdeckt Surface. Vereinfacht gesagt: ein stark überteuerter, klobiger Couch-Tisch mit Standard-PC und Touch-Screen zur Benutzer-Interaktion à la Minority Report. Nicole vergisst Zeit und Raum. Kein Designer-Möbel, aber zugegebenermassen, ansonsten durch die Interaktionsmöglichkeiten durchaus mit Potential weit über einfache Unterhaltung hinaus.

Session 3: Visual Studio 10 and .NET 4.0
Interessante Übersicht der Neuerungen in der nächsten Version von VisualStudio und .NET 4.0. Einmal mehr wird von MVC und dessen Unterstützung gesprochen – als 3-Schichten-Architekt klinke ich mich hier gedanklich kurz aus und versuche, mich mit Apfelsaft zu betrinken. Minuten später: es wird ein besseres Gruppen-Entwicklungs-Modell und Versionskontrolle für Web-Entwicklungen erwähnt, was ich gut finde. Dann ist die Session bereits zu Ende. Das mit dem Apfelsaft hat nicht funktioniert. Ich muss auf’s Klo.

Session 4: Forefront Client and Server Security next Generation Codename “Stirling”
Hier wurde die gesamte kommende Forefront-Familie – sie kommt allerdings erst anfangs nächstes Jahr – präsentiert. Neu und interessant war eigentlich nur, dass Microsoft eine „Security-Management-Access“-Strategie verfolgt, welche SAS (Shared Assessment Sharing – bravo, Super-Bezeichung, liebes Marketing-Team!) heisst und eine zentrale Verwaltung und Kontrolle ermöglicht –vergleichbar wie wie dies bei SCOM und den Management Packs heute nutzen. Bleibt zu hoffen, dass sich Symantec und Co hier auch anschliessen.

Session 5: What’s new in Microsoft Silverlight 3
Nicole und ich haben bereits nach drei Sekunden denselben Gedanken: Presentator auf Speed! Eine richtig lustige UND inspirierende Präsentation! Sind Anwendungen möglich, welche auch bei dröger Thematik attraktiv aufgemacht werden können, welche sexier als iPhone-Anwendungen daherkommen? Nach dieser Session bin ich mehr den je davon überzeugt – man benötigt dazu einfach ein gutes Verständnis der Anwendung, gute Entwickler und neu, wie im Web-Design, auch für WinForms gute Screen-Designer!

Session 6: SCOM / PPS Dashboard Integration
Der Vortragende hat uns in die Anwendung von PerformancePoint Server 2007 eingeführt, ein weiteres Microsoft-Produkt, welches ich bis anhin nur vom Namen her kannte. In diesem Track speziell in der Aufbereitung der SCOM-Daten, wie wir sie auch in unserem Netzwerk besitzen. Mit relativ wenigen und einfachen Schritten können damit mehrdimensionale Datenwürfel ausgewertet und visuell ansprechend dargestellt werden. Interessant ist das Zusammenspiel mit Sharepoint, da die Auswertungen und Abfragen dorthin publiziert werden können. Ein sinnvolles BI-Werkzeug z.B. für das Management. Die Präsentation selbst war staub-trocken, aber Nicole hat durchgehalten bis zum bitteren Ende!

Das war's! Nächstes Jahr in Basel – wir werden wieder dabei sein und machen uns auf den Heimweg. Wieso fährt unser Trämli schon wieder in die falsche Richtung?

Markus Frey

Über Markus Frey

Markus Frey ist Gründungs- und Geschäftsleitungs-Mitglied der IN4OUT it solutions ag. Er ist Software-Architekt und System Consultant mit Fokus auf Internet-Technologien. Und in seiner Freizeit ziemlich oft in der Wildnis auf einem Mountain Bike anzutreffen.
  1. Martin Wildi
    Mai 15, 2009

    Äusserst informativer und lockerer Beitrag! Damit kann ich mir nun den ersten Tag auch ein wenig vorstellen. Mein Beitrag über den zweiten Tag sollte bald folgen.

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